Rezensionsausschnitte

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Ein Buch über Freiraum, über das Ausbrechen aus dem Alltagstrott und die Frage, was im Leben wirklich zählt.

Herr Pfeifle, ein wirklich hinreißend verbohrter, engstirniger Geselle, ist vollkommen ratlos. Warum nur hat ihn seine Frau verlassen? Er liebt sie, er gibt ihr Sicherheit, finanzielle Unabhängigkeit und ein unaufgeregtes Leben. Was fehlt ihr nur?
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Bis zum Schluß versteht Paul nicht, warum ihn seine Frau verlassen hat. Und gerade DAS macht dieses Buch so autentisch! Ein Mann, der so verbohrt und engstirnig ist, ändert dies nicht von Heute auf Morgen. Die kleinen Schritte in die richtige Richtung, die Paul macht, sind fast nicht spürbar, aber da.

Auch die Reise an sich ist sehr schön erzählt und macht Lust auf Urlaub. Die Route, die Besonderheiten des Landes, die vielen sehenswerten Punkte, all das ist verständlich, anschaulich aber nicht über-detailliert beschrieben. Genau so, dass man ein perfektes Feeling für die jeweilige Situation bekommt.

 

 

 

Schöner Reisebericht über die Weiten Südamerikas

Pauls Frau ist fluchtartig mit einem jungen Argentinier durchgebrannt. Nun bleibt Paul nichts anderes übrig als sich in das verhasste Flugzeug zu setzen und seine Merle aus den Fängen des bösen Argentiniers zu befreien. Kurzerhand nimmt er den Fotografen Rudi mit, der über spanisch Kenntnisse verfügt und sich auf die vielen schönen Motive in Südamerika bereits freut.
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Fazit:
Eindrucksvolle, fernwehweckende Erzählung über Südamerika eingebettet in einer Geschichte die zumindest für mich eher Nebensache wurde.

 

 

 

Eine überaus humorvolle Geschichte mit tollen Reisebeschreibungen

 

Die Hauptakteure der Geschichte verschaffen sich durch ihre urige, teils verschrobene Art und die ungewollt komischen Situationen, in die sie sich manövrieren, alle Sympathie beim Leser. Man fühlt und fiebert an jeder Stelle mit, sei es mit Herrn Pfeifle auf seiner "Verfolgungsjagd" um seine Ehe zu retten oder der ausgebrochenen Ehefrau, die einfach den Drang verspürte, ihrem urschwäbischen Kleinstadtleben zu entfliehen.Die Handlung wirkt dabei keineswegs kitschig oder vorhersehbar.

 

 

 

Sehr schön erzählt - versetzt einen in Fernweh


Das Buch ist von Anfang sehr wunderschön erzählt. Man lernt hier auch wunderbare Orte kennen. Sehr schön beschrieben. Der Schreibstil von Helga Jurisch ist sehr flüssig. Die Landschaft wird sehr authentisch beschrieben. Die Handlung macht Lust, Südamerika zu besuchen und da ich dies schon getan habe, war das Buch für mich sehr lesenswert.

 

 


Tango im Dreivierteltakt

  

Meine Erwartungen zu “Tango im Dreivierteltakt” wurden beim Lesen voll erfüllt!

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Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einer locker-leichten Urlaubslektüre ist, bei der nicht alles glatt verläuft und es dann und wann zu einigen Überraschungen kommt, dem kann ich “Tango im Dreivierteltakt” wärmstens empfehlen.

  

 

 


Dieses Buch liegt genau auf meiner Wellenlänge. Es verbindet Information mit einem großen Unterhaltungswert.
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Ohne das Ende verraten zu wollen, kann ich das Buch für alle empfehlen, die in einer sehr bildlichen Sprache etwas über Argentinien wissen wollen oder eine leichte amüsante Lektüre fürs Bett oder auf langen Zugfahrten oder auf der Kurzstrecke in der U-Bahn zur Arbeit fahren. Auch ideal für jeden Urlaub.

 

 

 

 

Nicht nur ein heiterer Roadtripp

 
In diesem Buch ist wirklich alles drin, was eine gute Geschichte braucht!

Mein Fazit:

Der Autorin ist es voll und ganz gelungen mit auf dieser Reise mitzunehmen. Ich habe die tollen Schauplätze der Reise genauso gesehen, wie ich Paul und Herrn Meyer beobachten konnte, was mir viel Spaß bereitet hat.
Alles in Allem ein leichter und lustiger Roadtripp der einem aber auch mal über den eigenen Alltagstrott nachdenken lässt.
Wer solche Geschichten mag, der sollte ebenfalls bei Paul und Herrn Meyer auf dem Rücksitz platznehmen.

 

 

 

Tango im Dreivierteltakt

 

 

Helga Jursch hat einen Roadmovie der ganz anderen Art geliefert. Keineswegs düster und schwermütig, sondern heiter und voller (liebevoller) Spitzen gegen das Volk der sonderbaren „Verniedlicher“, die Spätzle und Linsen miteinander mischen und das auch noch gut finden.

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Am Ende hat aber jeder der Beteiligten etwas dazu gelernt und wir werden mit einem für einen klassischen Roadmovie eher untypischen Happy End belohnt. Also keine Schwaben, die mit einem Cabriolet über die Klippe rauschen.

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Helga Jursch gehört noch zu den Autorinnen, die in eher unbekannten Gewässern schwimmen.

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Mit einer leichten Nachbearbeitung könnte daraus ein richtig guter Roman werden, den ich mir sogar sehr gut als Film vorstellen könnte.

Den Tango im Dreivierteltakt habe ich gerne gelesen und Helga Jursch kann man durchaus weiterhin beobachten, ich bin gespannt, was da noch so kommt.

 

 

 

Rezension:

Der Liebesroman "Tango im Dreivierteltakt"handelt von einem sehr humorvollen Roadtrip durch Südamerika. 

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Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die gerne humorvolle Liebesromane lesen, die dazu noch ereignisreich sind.

 

 

 

 

 

 

 

Hier die vollständigen Rezensionen

 

 

Ein Buch über Freiraum, über das Ausbrechen aus dem Alltagstrott und die Frage, was im Leben wirklich zählt.

Herr Pfeifle, ein wirklich hinreißend verbohrter, engstirniger Geselle, ist vollkommen ratlos. Warum nur hat ihn seine Frau verlassen? Er liebt sie, er gibt ihr Sicherheit, finanzielle Unabhängigkeit und ein unaufgeregtes Leben. Was fehlt ihr nur?

Rudi, der zufällig von Pfeifles Dilemma erfährt, wird kurzerhand von diesem als Begleitung für die Suche nach Pfeifles Frau angeheuert. Als Fotograf kann sich Rudi natürlich nichts Schöneres vorstellen, als kostenlos nach Argentinien zu reisen und dabei viele, tolle Fotos zu machen.

So reist das sehr ungleiche Paar nach Argentinien, um Pauls Frau zu finden. Bald schon müssen sie quer durchs Land reisen, denn Frau Pfeifle hält sich nicht permanent an einem Ort auf. Für den ängstlichen Pfeifle eine Katastrophe… für Rudi ein Segen! Er genießt die Reise, die vielen Orte und wunderschönen Plätze.

Durch Paul Pfeifles engstirnige, schwäbische Art kommt es zu vielen witzigen Situationen, aber auch zu vielen Katastrophen. Paul scheint von einem Unglück ins nächste zu stolpern.

Rudi versucht, Paul immer wieder zu motiviert, unterstützt ihn und versucht, ihn zu verstehen. Doch das fällt Rudi alles andere als leicht. Denn Paul macht es ihm nicht leicht, ihn zu mögen. Er verwehrt sich der Schönheit des Landes, hasst jeden Fotostop und will all das gar nicht sehen, denn für ihn ist es ja schließlich kein Urlaub! Er will nur seine Frau finden. Und so geraten die beiden Männer immer wieder aneinander, wenn Paul wieder mal einen Fotostop von Rudi mit seiner miesen Laune stört und durch das Land hetzt, als gäbe es kein Morgen.

Zwei Männer, die mit unterschiedlichsten Motiven an diese Reise herangehen und ihre Umgebung mit ganz anderen Augen sehen.

Bis zum Schluß versteht Paul nicht, warum ihn seine Frau verlassen hat. Und gerade DAS macht dieses Buch so autentisch! Ein Mann, der so verbohrt und engstirnig ist, ändert dies nicht von Heute auf Morgen. Die kleinen Schritte in die richtige Richtung, die Paul macht, sind fast nicht spürbar, aber da.

Auch die Reise an sich ist sehr schön erzählt und macht Lust auf Urlaub. Die Route, die Besonderheiten des Landes, die vielen sehenswerten Punkte, all das ist verständlich, anschaulich aber nicht über-detailliert beschrieben. Genau so, dass man ein perfektes Feeling für die jeweilige Situation bekommt.
Ein Buch über Freiraum, über das Ausbrechen aus dem Alltagstrott und die Frage, was im Leben wirklich zählt.

 

 

 

 

Schöner Reisebericht über die Weiten Südamerikas

Pauls Frau ist fluchtartig mit einem jungen Argentinier durchgebrannt. Nun bleibt Paul nichts anderes übrig als sich in das verhasste Flugzeug zu setzen und seine Merle aus den Fängen des bösen Argentiniers zu befreien. Kurzerhand nimmt er den Fotografen Rudi mit, der über spanisch Kenntnisse verfügt und sich auf die vielen schönen Motive in Südamerika bereits freut.
Rudi und Paul sind ein ungleiches Reisepaar, das sich erst langsam zusammenkämpfen muss. Zu sehr gehen die Interessen, Vorstellungen und Ziele der beiden auseinander. Während Paul bloß seine Frau finden möchte und wieder mit ihr zurück nach Deutschland will, genießt Rudi die Landschaft und nutzt den Trip für Unmengen an Fotos.
Helga Jursch schafft es die Landschaft und die Vegetation atemberaubend und eindrucksvoll zu beschreiben. So stört es nicht, dass die eigentliche Geschichte in den Hintergrund rückt. Zum Glück haben diese Beschreibungen einen sehr hohen Anteil im Buch. Mein Wunsch endlich mal nach Südamerika und im speziellen nach Argentinien zu reisen, wurde von dem Buch nur verstärkt.
Die Idee des Fotografen hat mir als leidenschaftliche Hobbyfotografien natürlich besonders gut gefallen. Sie bot der Autorin auch die Gelegenheit selbst auf einzelne, exotische Pflanzen genauer einzugehen.

Fazit:
Eindrucksvolle, fernwehweckende Erzählung über Südamerika eingebettet in einer Geschichte die zumindest für mich eher Nebensache wurde.

 

 

 

Eine überaus humorvolle Geschichte mit tollen Reisebeschreibungen

 

Die Hauptakteure der Geschichte verschaffen sich durch ihre urige, teils verschrobene Art und die ungewollt komischen Situationen, in die sie sich manövrieren, alle Sympathie beim Leser. Man fühlt und fiebert an jeder Stelle mit, sei es mit Herrn Pfeifle auf seiner "Verfolgungsjagd" um seine Ehe zu retten oder der ausgebrochenen Ehefrau, die einfach den Drang verspürte, ihrem urschwäbischen Kleinstadtleben zu entfliehen.Die Handlung wirkt dabei keineswegs kitschig oder vorhersehbar.

Die Sehenswürdigkeiten und Naturwunder auf der Route werden toll beschrieben und wecken absolute Reiselust auf Südamerika.

Es hat wirklich Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, garantiert ohne zähe (Käsespätzle)-Stellen! :)

 

 

 

Sehr schön erzählt - versetzt einen in Fernweh

 

Paul Pfeifles Frau ist mit dem Argentinier aus der Exportabteilung durchgebrannt und er möchte diese aber unbedingt wieder zurück haben. Nun muss er dieser nachreisen –nach Argentinien – und Paul Pfeifle hasst Reisen.

Er heuert den Fotografen Rudi an und beide reisen herum. Für Pfeifle ist das sehr arg, nur Rudi genießt die Reise, die für einen Fotografen toll ist, all die wunderschönen Orte.
Die beiden bestehen zusammen etliche Abenteuer. Mehr möchte ich aber hier nicht verraten.

Das Buch ist von Anfang sehr wunderschön erzählt. Man lernt hier auch wunderbare Orte kennen. Sehr schön beschrieben. Der Schreibstil von Helga Jurisch ist sehr flüssig. Die Landschaft wird sehr authentisch beschrieben. Die Handlung macht Lust, Südamerika zu besuchen und da ich dies schon getan habe, war das Buch für mich sehr lesenswert.

 

 


Tango im Dreivierteltakt

  

Meine Erwartungen zu “Tango im Dreivierteltakt” wurden beim Lesen voll erfüllt! Erwartet habe ich einen aufregenden Roadtrip eines ungleichen Paares, was nach und nach zusammenwächst (in diesem Fall waren es 2 ungleiche Kollegen, der ungebundene, lotterhafte Rudi, der nichts anbrennen lässt und Angst vor einer festen Bindung hat und sein Chef, der konservative Paul, der seiner Frau Merle hinterher fährt, die ihn zur Zeit mit einem jüngeren betrügt.

Während der Reise, entsteht zwischen den beiden eine Art Freundschaft und sie lernen die Unarten des jeweils anderen kennen und schätzen.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einer locker-leichten Urlaubslektüre ist, bei der nicht alles glatt verläuft und es dann und wann zu einigen Überraschungen kommt, dem kann ich “Tango im Dreivierteltakt” wärmstens empfehlen.

  

 

 


Dieses Buch liegt genau auf meiner Wellenlänge. Es verbindet Information mit einem großen Unterhaltungswert.
Die Informationen über Argentinien sind gepaart mit eindrucksvollen und stimmungsvollen Beschreibungen von Land und Leuten. Eingepackt sind sie in eine Geschichte, die auch mich als Schwäbin nicht nur schmunzeln lässt.
Herr Pfeifle stellt den Schwaben in Reinform dar. Die einzige Ausnahme ist vielleicht, dass er ziemlich großzügig ist, was die Kosten für seinen Begleiter Rudi angeht. Aber genau diese Eigenschaft macht ihm wohl selber immer wieder Schwierigkeiten. Seine Zweifel sind einfach amüsant und sein Ziel, seine Frau zurück zu holen, beseitigen den schwäbischen Geiz.
Einen ganz besonderen Reiz stellt auch die fachmännische Eheberatung von dem Fotografen Rudi dar, die den eingefleischten Junggesellen selbst zur Selbstreflexion bringt.
Ohne das Ende verraten zu wollen, kann ich das Buch für alle empfehlen, die in einer sehr bildlichen Sprache etwas über Argentinien wissen wollen oder eine leichte amüsante Lektüre fürs Bett oder auf langen Zugfahrten oder auf der Kurzstrecke in der U-Bahn zur Arbeit fahren. Auch ideal für jeden Urlaub.

 

  

 

Nicht nur ein heiterer Roadtripp

  

Paul hat ein gut gehendes Geschäft, eine Frau und eine Tochter. Er lebt in einem beschaulichen und ruhigen Ort, in dem abends die Bürgersteige hochgeklappt werden.
So führt er ein ruhiges Leben mit gutem Auskommen und könnte nicht besser sein - denkt er.
Merle, seine Frau, haut eines Tages mit dem argentinischen Praktikanten ab nach Südamerika.

Obwohl Paul absolut reiseuntauglich ist, will er seine Merle nach Hause zurückholen. Weil er sich aber nicht alleine traut, überredet er den Fotografen, Herrn Meyer, ihn auf seiner Reise zu begleiten.
Der lässt sich aber nur gegen eine beträchtliche Bezahlung plus Extras darauf ein und so machen sich dann beide auf nach Argentinien.
Paul mit der Hoffnung seine Merle wieder zubekommen, Herr Meyer in der Hoffnung überwältigende Fotos zu schießen.

Was jetzt kommt ist alles andere als eine langweilige oder gefahrvolle Verfolgungsjagd!
Man erlebt hier als Leser dieses Männer-Duo auf ganzer Linie.
Paul, der überängstliche Reisbegleiter, der sich andauernd über Herrn Meyer beschwert und in allem meist das Schlimmste sieht.
Als Gegenpol dann Herr Meyer, der Paul eigentlich nur erträgt, weil dieser ihm eine Stange Geld für diese Reise zahlen wird und weil er als leidenschaftlicher Fotograf nach Lust und Laune nach Fotomotiven suchen kann. Das dadurch immer wieder Zeit verloren geht, passt Paul natürlich überhaupt nicht. Dagegen wehren kann er sich aber auch nicht wirklich, weil er ohne Meyer verloren wäre.

Während Meyer also der Sorglose ist, der jede Situation so nimmt wie sie kommt und den lieben Gott einen guten Mann sein lässt, dem Zeit auch nicht alles bedeutet, so ist Paul das absolute Gegenteil. Immer besorgt was als nächstes passiert und in allem total unsicher und somit auch von Meyer abhängig. Kann er selbst in ruhigen Momenten nicht entspannen.
Und dann bleibt ja auch noch die ständige Frage:
Wird er Merle finden und wird er sie dann auch mit nach Hause nehmen können?
*
Dieses Buch ist nicht nur ein lustiger Roadtripp zweier Herren die absolut nicht zusammen passen, sondern auch noch eine schöne Geschichte über Liebe und was man ihretwegen alles zustande bringt.
Das Ganze in einer leichten und sehr anschaulichen Art geschrieben. so das ich die ganze Zeit auf dem Rücksitz mitgefahren bin. Außerdem kann man die Route auch schön auf der Karte vorne im Buch verfolgen.
Ich konnte mich köstlich über das Gemächer von Paul und der Reaktion von Herrn Meyer darauf amüsieren. Ich war genauso hibbelig, wenn "wir" Merle fast gefunden und doch enttäuscht, wenn "wir" sie wieder ganz knapp verpasst hatten. Auch konnte ich die Ekstase von Herrn Meyer spüren, wenn er wieder ein phänomenales Fotomotiv von allen Seiten fotografierte, was ich durch die bildliche Beschreibung selbst bestaunen durfte.
In diesem Buch ist wirklich alles drin, was eine gute Geschichte braucht!

Mein Fazit:

Der Autorin ist es voll und ganz gelungen mit auf dieser Reise mitzunehmen. Ich habe die tollen Schauplätze der Reise genauso gesehen, wie ich Paul und Herrn Meyer beobachten konnte, was mir viel Spaß bereitet hat.
Alles in Allem ein leichter und lustiger Roadtripp der einem aber auch mal über den eigenen Alltagstrott nachdenken lässt.
Wer solche Geschichten mag, der sollte ebenfalls bei Paul und Herrn Meyer auf dem Rücksitz platznehmen.

 

(Auf Amazon)

 

 

 

Tango im Dreivierteltakt

 

Paul Pfeile ist der Inbegriff des schwäbischen Spießers. Seine Welt dreht sich um sein kleines Unternehmen für Präzisionsbohrer und Spätzle mit Linsen & Seitlingen. Ansonsten ist alles außerhalb seines bescheidenen Wirkungskreises, in dem an alles und jeden ein -le angehängt wird, nahezu Feindesland. Da ist es natürlich reichlich ungeschickt, dass sein Schneckle Merle ausgerechnet mit einem Südamerikaner in dessen Heimat durchgebrannt ist. Pfeile engagiert kurzerhand seinen Produktfotografen Rudi, der bereits in Südamerika war und sich auch sprachlich dort durchkämpfen kann, um mit ihm zusammen seine geliebte Merle wieder zurück an den heimischen Herd zu holen. Doch kaum auf südamerikanischem Boden angekommen, muss sich Pfeile mit den Widrigkeiten einer Reise herum plagen und sieht sich nicht nur mit einer ihm unverständlichen Kultur, sondern auch mit dem kettenrauchenden Rudi, einem verlorenem Gebiss und komischem Essen konfrontiert. Missmutig begibt sich Pfeile mit dem vollkommen gegensätzlichen Rudi auf eine Reise quer durch den Kontinent und hofft, dass er diesem dort gesuchten, argentinischem Tunichtgut seine geliebte Merle baldigst entreisen kann.

Das -le in „Merle“ gehört übrigens zum Namen und ist mitnichten dem schwäbischen Dialekt zuzurechnen.

Helga Jursch hat einen Roadmovie der ganz anderen Art geliefert. Keineswegs düster und schwermütig, sondern heiter und voller (liebevoller) Spitzen gegen das Volk der sonderbaren „Verniedlicher“, die Spätzle und Linsen miteinander mischen und das auch noch gut finden. Als kurpfälzischer Badenser kann ich darüber natürlich nur den Kopf schütteln und hoffen, dass die A6 und die A8 noch eine Weile den Ruf ständiger Baustellen und Staustrecken behalten, damit sowohl solche kuriosen Mahlzeiten als auch komische Begrifflichkeiten wie Breschdlengsgsälz, Butzameggerler oder wonderfitzig da bleiben, wo der VfB trainiert (uffm Abstiegsplätzle). Kurz: die Schwaben scheinen irgendwie alle ä Schlägle* abbekommen zu haben.

Zurück zu Rudi, Paul und seiner Merle. Tango im Dreivierteltakt ist natürlich keine schwäbische Novelle im Stil von Die Kirche bleibt im Dorf, sondern eher ein Reisebericht zweier sehr konträrer Menschen, die sich eigentlich gar nicht riechen können. Während der Fotograf Rudi jeden Moment der Reise nutzt, um die Schönheiten der Natur zu genießen, bleiben diese dem ewig miesepetrigen Paul verschlossen, der verständlicherweise nur Augen für das eigentliche Ziel hat. So verfolgen uns ständige Streitereien und Gefrotzel durch den ganzen Roman und trüben ein wenig den Genuss der eigentlich schön beschriebenen, südamerikanischen Menschen und Landschaften. Insgesamt fällt es dem Leser auch ein wenig schwer, einem der Protagonisten seine Sympathien zu schenken, denn beide haben so viele Macken, dass wir gelegentlich den Wunsch verspüren, wenigsten manchmal einen auszuschalten, um selbst die Landschaftsbeschreibungen in Ruhe genießen zu können. Vielleicht hat Helga Jursch den beiden Männern ein bisschen zu wenig Freiraum gelassen, ihre Sicht auf die Welt ein wenig korrigieren zu können, dies hätte dem Roman sicherlich stellenweise gut getan. Andererseits ist aber natürlich auch gerade dieser ewige Männer-Disput ein zentrales Thema des Romans. Am Ende hat aber jeder der Beteiligten etwas dazu gelernt und wir werden mit einem für einen klassischen Roadmovie eher untypischen Happy End belohnt. Also keine Schwaben, die mit einem Cabriolet über die Klippe rauschen.

Helga Jursch gehört noch zu den Autorinnen, die in eher unbekannten Gewässern schwimmen. Das Buch wurde via BoD von der Amazon Distribution GmbH, Leipzig gedruckt und ist durchaus anständig. Während oftmals bei BoD-Ausgaben durch die Verringerung von Schriftgröße und Zeilenabstand Seiten eingespart werden, ist hier die Typografie in angenehmer Lesegröße angelegt. Inhaltlich ist der Roman sicherlich verbesserungsfähig, aber nichtsdestotrotz hat mir der schwäbische Lokalkolorit in südamerikanischer Umgebung durchaus gefallen und hat mich gut amüsiert. Auf alle Fälle merkt man, dass die Autorin bereits vor Ort war und die Landschaften erlebt hat, die sie beschreibt. Insgesamt ein netter Roman, der zwar noch nicht wirklich für die große Bühne geeignet ist, aber dem man durchaus eine Chance geben kann (es wird auch kaum geschwäbelt). Mit einer leichten Nachbearbeitung könnte daraus ein richtig guter Roman werden, den ich mir sogar sehr gut als Film vorstellen könnte.

Den Tango im Dreivierteltakt habe ich gerne gelesen und Helga Jursch kann man durchaus weiterhin beobachten, ich bin gespannt, was da noch so kommt.

(Thomas Taistra)

 

 

 

 

Rezension:

 

Der Liebesroman "Tango im Dreivierteltakt"handelt von einem sehr humorvollen Roadtrip durch Südamerika. 
Der erfolgreiche Geschäftsmann Paul und der nur mäßig glänzende Fotograf Rudi stehen als Hauptcharaktere im direkten Vergleich zu einander. Doch auch, wenn sie auf der Suche nach Pauls Frau über drei Wochen zusammen auf Reisen sind, sind es doch immer wieder dieselben Konflikt Themen, die mich mit der Zeit wirklich gelangweilt haben. Es ging immer um dieselben Zigaretten und Foto Stopps. 
Allerdings war die Beschreibung der verschiedenen Landschaften so zauberhaft, dass ich jedes Mal ein genaues Bild vor Augen hatte. 
Auch der Aufbau der Geschichte hat mich überzeugt. Dadurch, dass Paul seine Frau oft nur knapp verpasst hat, und die beiden Männer ihr dann schnell hinterher mussten, war dieser Roman durchaus spannend. 
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die gerne humorvolle Liebesromane lesen, die dazu noch ereignisreich sind. 
Der Roadtrip war wirklich informativ und träumerisch. 
(Jojo Lesemaus)